Kampfdrohne X-BAT: Flugtests 2026 in Kansas

Erste Flugtests 2026 in Kansas geplant – mit diesem Schritt will das US-Unternehmen Shield AI seine autonome Kampfdrohne X-BAT in die nächste Entwicklungsphase führen. Noch in diesem Jahr soll der Prototyp erstmals abheben. Besonders brisant: Die Drohne nutzt das gleiche Triebwerk wie moderne Kampfjets vom Typ F-16 Fighting Falcon. Der Fokus liegt auf Senkrechtstart und -landung. Damit positioniert sich die X-BAT als flexible Alternative zu klassischen Kampfflugzeugen – ohne Startbahn und ohne Pilot.

Kampfdrohne X-BAT: Flugtests 2026 in Kansas
Kampfdrohne X-BAT: Flugtests 2026 in Kansas

Das Wichtigste in Kürze

  • Erste Flugtests der X-BAT sind 2026 nahe Newton in Kansas geplant.
  • Das Testgelände liegt im US-Bundesstaat Kansas.
  • Angetrieben wird die Drohne vom F110-GE-129 von GE Aerospace.
  • Die dreidimensionale Schubvektorsteuerung ermöglicht Senkrechtstart und hohe Manövrierfähigkeit.
  • Geplante Reichweite: rund 3.700 Kilometer bei Missionen wie Luftangriff, Luftverteidigung und Aufklärung.

Wann finden die ersten Flugtests der X-BAT statt und wo?

Die ersten Flugtests der autonomen Kampfdrohne X-BAT sind für 2026 nahe Newton im US-Bundesstaat Kansas geplant. Dort soll insbesondere der Senkrechtstart und die Senkrechtlandung erprobt werden.

Erste Flugtests 2026 nahe Newton in Kansas

Die ersten Flugtests der X-BAT sind für 2026 angesetzt. Das bestätigte Armor Harris, der bei Shield AI den Flugzeugbereich verantwortet. Die Ankündigung erfolgte am Rande des AFA Warfare Symposium in Denver. Gegenüber dem US-Fachmagazin The War Zone erläuterte Harris die nächsten Schritte. Als Teststandort wurde ein Gelände nahe Newton im Bundesstaat Kansas ausgewählt. Die Region bietet geeignete Bedingungen für Flugerprobungen. Zudem ist sie infrastrukturell gut angebunden. Der Fokus liegt klar auf realistischen Testbedingungen. Damit beginnt für die X-BAT eine entscheidende Phase der praktischen Erprobung.

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Fokus auf Senkrechtstart und Senkrechtlandung

Im Mittelpunkt der Tests stehen der vertikale Start und die vertikale Landung. Genau dieses Merkmal unterscheidet die X-BAT von vielen konkurrierenden Kampfdrohnen. Während klassische Systeme eine Startbahn benötigen, soll die X-BAT unabhängig operieren können. Das macht sie besonders flexibel. Gerade für maritime Operationen ist das entscheidend. Auch Einsätze von mobilen Plattformen werden möglich. Die Fähigkeit zum Senkrechtstart gilt als technologisches Kernmerkmal. Shield AI setzt damit bewusst auf ein Alleinstellungsmerkmal im Drohnenmarkt.

F110-GE-129: Kampfjet-Triebwerk aus der F-16

Bereits im November des Vorjahres gab Shield AI bekannt, welches Triebwerk zum Einsatz kommt. Es handelt sich um das F110-GE-129 von GE Aerospace. Dieses Aggregat treibt unter anderem die F-15 Eagle sowie die F-16 an. Damit nutzt die X-BAT ein bewährtes Kampfjet-Triebwerk. Für die Drohne wird es jedoch speziell angepasst. Die Leistungsreserven des Triebwerks ermöglichen hohe Schubkraft. Dadurch wird auch der vertikale Start technisch realisierbar. Gleichzeitig bleibt die Reichweite mit rund 3.700 Kilometern beachtlich. Das unterstreicht den Anspruch, in der Liga bemannter Kampfflugzeuge mitzuspielen.

3D-Schubvektorsteuerung für maximale Kontrolle

Das F110-Triebwerk erhält in der X-BAT eine dreidimensionale Schubvektorsteuerung. GE bezeichnet diese als „Axisymmetric Vectoring Exhaust Nozzle“. Diese Technologie erlaubt es, den Schub gezielt zu lenken. So wird der Senkrechtstart steuerbar. Gleichzeitig verbessert sich die Manövrierfähigkeit im Horizontalflug. Erprobt wurde diese Technik bereits an der X-62A VISTA der US Air Force. Dabei handelt es sich um eine stark modifizierte F-16. Die Erfahrungen aus diesem Testprogramm fließen nun in die X-BAT ein. Das erhöht die technische Reife des Systems deutlich.

Missionen, Reichweite und Einsatzspektrum

Mit einer geplanten Reichweite von rund 3.700 Kilometern deckt die X-BAT ein breites Einsatzspektrum ab. Vorgesehen sind Luftangriffe sowie Luftverteidigungsmissionen. Hinzu kommen Aufgaben in der elektronischen Kriegsführung. Auch Aufklärungsmissionen zählen zum Profil. Die Waffen werden in internen Schächten transportiert. Größere Munition kann extern angebracht werden. Damit bleibt das System flexibel konfigurierbar. Durch den autonomen Betrieb entfallen Piloten. Das reduziert Ausbildungs- und Personalkosten erheblich. Gleichzeitig sollen Anschaffung und Betrieb günstiger sein als bei Kampfjets der fünften Generation.

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Start- und Landeverfahren ohne Landebahn

Das Startverfahren ist technisch anspruchsvoll. Zunächst werden die Flügel eingeklappt. Anschließend richtet ein Schienensystem die Maschine vertikal aus. Das Abheben erfolgt allein durch die Schubkraft des Triebwerks. Danach geht die Drohne in den Horizontalflug über. Die Landung läuft spiegelbildlich ab. Das Triebwerk wird nach unten gerichtet. Die X-BAT setzt senkrecht auf einem Startanhänger auf. Ein Fallschirm ist nicht erforderlich. Dadurch kann das System auch ohne klassische Infrastruktur operieren. Genau diese Fähigkeit macht die X-BAT besonders attraktiv für maritime Operationen und mobile Einsatzszenarien.

Fazit

Erste Flugtests 2026 in Kansas geplant – die X-BAT steht vor einem entscheidenden Meilenstein. Mit F-16-Triebwerk, 3D-Schubvektorsteuerung und echtem Senkrechtstart verspricht Shield AI eine neue Generation autonomer Kampfdrohnen. Die Kombination aus Reichweite, Flexibilität und geringeren Kosten könnte das militärische Einsatzspektrum nachhaltig verändern. Die kommenden Tests in Kansas werden zeigen, ob die Technik hält, was sie verspricht.

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