Bundeswehr boomt: 25.000 Neue Soldaten 2025
Die Bundeswehr meldet für dieses Jahr erneut einen spürbaren personellen Aufwuchs. Nach Jahren der Stagnation wächst die Truppe wieder und überschreitet erstmals seit längerer Zeit deutlich die Marke von 184.000 Soldatinnen und Soldaten. Hauptgrund ist der stark nachgefragte Freiwilligendienst. Gleichzeitig sind mit dem neuen Wehrdienstgesetz die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen worden, um die Bundeswehr in den kommenden Jahren deutlich zu vergrößern. Die aktuellen Zahlen zeigen, wie tiefgreifend dieser Kurswechsel ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Das Wichtigste in Kürze
- 2 Warum meldet die Bundeswehr 2025 wieder Aufwuchs?
- 3 Aktuelle Personalstärke der Bundeswehr
- 4 Bewerbungen und Einstellungen im Jahr 2025
- 5 Der Freiwilligendienst als zentraler Wachstumstreiber
- 6 Jährliche Abgänge und ihre Bedeutung
- 7 Neues Wehrdienstgesetz und politischer Rahmen
- 8 Rekrutierungspläne und langfristige Zielzahlen
- 9 Fazit
Das Wichtigste in Kürze
- Die Bundeswehr zählt aktuell rund 184.200 Soldatinnen und Soldaten.
- Im laufenden Jahr wurden etwa 25.000 neue Kräfte eingestellt.
- Rund 53.000 Bewerbungen gingen 2025 insgesamt ein.
- Der kurzzeitige Freiwilligendienst ist der wichtigste Wachstumstreiber.
- Ab 2026 soll die Truppe langfristig um bis zu 45 Prozent wachsen.
Warum meldet die Bundeswehr 2025 wieder Aufwuchs?
Die Bundeswehr wächst wieder, weil der Freiwilligendienst viele junge Menschen anspricht, neue gesetzliche Grundlagen geschaffen wurden und gezielte Rekrutierungsmaßnahmen den Personalbedarf decken sollen.
Aktuelle Personalstärke der Bundeswehr
Die Bundeswehr hat im laufenden Jahr rund 25.000 neue Soldatinnen und Soldaten eingestellt. Dadurch ist die Truppenstärke wieder gestiegen. Am 18. Dezember lag sie bei 184.200 Personen. Das sind etwa 3.000 mehr als im Vorjahr. Dieser Zuwachs ist bemerkenswert, da die Bundeswehr jedes Jahr viele Abgänge verzeichnet. Rund 20.000 Soldaten scheiden jährlich altersbedingt aus dem Dienst aus. Ohne gezielte Neueinstellungen würde die Truppe daher schrumpfen. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass dieser Trend vorerst gestoppt ist. Der Aufwuchs gilt daher als wichtiger Erfolg der Personalstrategie.
Bewerbungen und Einstellungen im Jahr 2025
Im Jahr 2025 verzeichnete die Bundeswehr insgesamt rund 53.000 Bewerbungen. Diese Zahl zeigt ein deutlich gestiegenes Interesse am Dienst in den Streitkräften. Aus diesen Bewerbungen resultierten etwa 25.000 Einstellungen. Nicht jede Bewerbung führt automatisch zu einer Aufnahme. Medizinische, körperliche und persönliche Voraussetzungen spielen eine große Rolle. Dennoch ist die Quote der tatsächlichen Einstellungen hoch genug, um einen Nettozuwachs zu erreichen. Besonders junge Menschen zeigen wieder mehr Interesse. Das ist auch auf veränderte sicherheitspolitische Rahmenbedingungen zurückzuführen.
Der Freiwilligendienst als zentraler Wachstumstreiber
Der wichtigste Motor des Personalaufwuchses ist der bisherige, kurzzeitige Freiwilligendienst. Allein hier gingen rund 17.000 Bewerbungen ein. Daraus entstanden etwa 12.200 Einstellungen. Das entspricht ungefähr der Hälfte aller neu eingestellten Soldatinnen und Soldaten. Der Freiwilligendienst gilt als niedrigschwelliger Einstieg. Er ermöglicht es, die Bundeswehr kennenzulernen, ohne sich langfristig zu verpflichten. Viele Freiwillige entscheiden sich später für eine längere Laufbahn. Damit ist dieser Dienst ein strategisch wichtiger Baustein für die Zukunft.
Jährliche Abgänge und ihre Bedeutung
Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Personalfluktuation hoch. Jährlich verlassen etwa 20.000 Soldatinnen und Soldaten die Bundeswehr aus Altersgründen. Hinzu kommen weitere Abgänge durch Vertragsende oder persönliche Gründe. Das bedeutet, dass die Bundeswehr kontinuierlich neue Kräfte gewinnen muss. Ein reiner Stillstand bei den Einstellungen würde sofort zu einem Rückgang führen. Der aktuelle Aufwuchs zeigt daher nicht nur Wachstum, sondern auch erfolgreiche Kompensation dieser Verluste. Langfristig bleibt dies eine der größten Herausforderungen der Personalplanung.

Neues Wehrdienstgesetz und politischer Rahmen
Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat das neue Wehrdienstgesetz beschlossen. Es kann Anfang 2026 in Kraft treten. Das Gesetz soll den Freiwilligendienst attraktiver machen. Ziel ist ein deutlich stärkerer Personalaufbau angesichts der sicherheitspolitischen Lage und der russischen Bedrohung. In den kommenden zehn Jahren soll die Bundeswehr um 45 Prozent wachsen. Das ist ein ambitioniertes Vorhaben. Es zeigt den politischen Willen, die Verteidigungsfähigkeit langfristig zu stärken.
Rekrutierungspläne und langfristige Zielzahlen
Ab 2026 plant die Bundeswehr, jährlich mindestens 20.000 Freiwillige zu gewinnen. Diese Zahl soll in den Folgejahren weiter steigen. Geplant ist auch eine intensivere direkte Ansprache. Pro Monat sollen rund 54.000 junge Menschen angeschrieben werden. Langfristig soll die Bundeswehr auf mindestens 460.000 Männer und Frauen anwachsen. In dieser Zahl sind rund 200.000 Reservisten enthalten. Diese Zielmarke verdeutlicht den Umfang des geplanten Aufwuchses. Sie stellt die größte personelle Erweiterung seit Jahrzehnten dar.
Zentrale Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Aktive Soldaten (Dezember) | 184.200 |
| Neueinstellungen 2025 | ca. 25.000 |
| Bewerbungen 2025 | ca. 53.000 |
| Freiwilligendienst-Einstellungen | ca. 12.200 |
| Langfristiges Ziel | 460.000 inkl. Reservisten |
Fazit
Die Bundeswehr meldet für dieses Jahr wieder Aufwuchs und setzt damit ein klares sicherheitspolitisches Signal. Der Freiwilligendienst erweist sich als entscheidender Hebel. Mit dem neuen Wehrdienstgesetz ist der Weg für weiteres Wachstum frei. Die ambitionierten Zielzahlen zeigen, wie ernst der Personalaufbau genommen wird. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, dauerhaft genügend junge Menschen zu gewinnen und langfristig zu binden. Die kommenden Jahre werden dafür richtungsweisend sein.