Eurofighter Typhoon: Mega-Upgrade 2026
Der Eurofighter Typhoon erhält ein umfassendes Upgrade. Im Zentrum steht ein neues Aerodynamic Modification Kit (AMK). Es soll die Wendigkeit erhöhen und moderne Waffen schneller integrieren. Grundlage ist ein Vertrag zwischen der Eurofighter GmbH und der Nato-Agentur NETMA. Ziel ist es, die Flugleistung zu steigern und die Einsatzflexibilität deutlich auszubauen. Damit reagiert Europa auf veränderte Bedrohungen und strengere Exportregeln. Der Jet soll so bis in die 2060er-Jahre konkurrenzfähig bleiben.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Das Wichtigste in Kürze
- 2 Was bringt das Upgrade des Eurofighter Typhoon?
- 3 Vertrag zwischen Eurofighter GmbH und NETMA
- 4 Technische Änderungen am Aerodynamic Modification Kit
- 5 Mehr Auftrieb, mehr Wendigkeit, mehr Stabilität
- 6 Neue Luft-Luft-Raketen ohne US-Bauteile
- 7 Stratus-Raketen ersetzen Storm Shadow
- 8 Internationale Produktion und langfristige Perspektive
- 9 Fazit
Das Wichtigste in Kürze
- Neues Aerodynamic Modification Kit (AMK) steigert Auftrieb und Wendigkeit
- Strakes, Flaperons und Tragflächen-Vorderkanten werden modifiziert
- Schnellere Integration moderner Luft-Luft- und Luft-Boden-Waffen
- Neue Raketen ohne US-Bauteile geplant
- Einsatzfähigkeit des Eurofighters bis in die 2060er-Jahre gesichert
Was bringt das Upgrade des Eurofighter Typhoon?
Das neue Aerodynamic Modification Kit verbessert den Luftstrom, erhöht den maximalen Auftrieb und steigert dadurch Wendigkeit sowie Stabilität. Gleichzeitig ermöglicht es die schnellere Integration moderner Waffen und schwererer Lasten.
Vertrag zwischen Eurofighter GmbH und NETMA
Die Modernisierung basiert auf einem offiziellen Vertrag. Beteiligt sind die Eurofighter GmbH und die Nato-Agentur NETMA. NETMA koordiniert Programme der Partnernationen. Laut „Defense Express“ soll so die Entwicklung des Aerodynamic Modification Kits vorangetrieben werden. Das Projekt ist strategisch wichtig. Es stärkt die europäische Rüstungskooperation. Zudem erhöht es die technologische Eigenständigkeit. Alle Betreiberstaaten zeigen Interesse an der Weiterentwicklung. Der Eurofighter bleibt damit ein zentrales Rückgrat der europäischen Luftverteidigung.
Technische Änderungen am Aerodynamic Modification Kit
Das AMK bringt mehrere strukturelle Anpassungen. Zunächst werden die sogenannten Strakes verändert. Das sind Verlängerungen am Rumpf. Sie beeinflussen den Luftstrom entlang des Flugzeugs. Zusätzlich werden die Flaperons überarbeitet. Diese beweglichen Flächenteile steuern Auftrieb und Rollbewegung. Auch die Vorderkanten der Tragflächen werden modifiziert. Ziel ist eine deutliche Erhöhung des maximalen Auftriebs. Dadurch wird der Jet wendiger. Gleichzeitig verbessert sich die Flugstabilität bei hoher Beladung.
Mehr Auftrieb, mehr Wendigkeit, mehr Stabilität
Die aerodynamischen Anpassungen wirken direkt auf die Leistungsfähigkeit. Ein höherer maximaler Auftrieb sorgt für bessere Manövrierfähigkeit. Das ist im Luftkampf entscheidend. Zudem bleibt das Flugzeug auch bei komplexen Luft-Boden-Konfigurationen stabil. Laut „Defense Express“ erhöht sich dadurch die Flexibilität im Einsatz. Jorge Tamarit-Degenhardt, Geschäftsführer von Eurofighter, betonte gegenüber „Defense Mirror“, dass das AMK den Luftwaffen „einen enormen Schub“ geben werde. Besonders wichtig sei die verbesserte Integration von Luft-Boden-Konfigurationen. Außerdem ermögliche das System größere Flexibilität bei der Beladung. Das steigert die operative Bandbreite erheblich.
Neue Luft-Luft-Raketen ohne US-Bauteile
Ein zentraler Aspekt ist die Waffenintegration. Geplant sind neue Luft-Luft-Raketen. Diese sollen ohne Bauteile aus den USA auskommen. Dadurch wären sie nicht von amerikanischen Exportbestimmungen abhängig. Das erhöht die strategische Autonomie Europas. Entwickelt werden diese Raketen von Diehl Defence in Deutschland. Für viele Staaten ist diese Unabhängigkeit ein entscheidender Faktor. Sie erleichtert Exportentscheidungen. Gleichzeitig stärkt sie die europäische Rüstungsindustrie. Der Eurofighter wird dadurch geopolitisch flexibler einsetzbar.
Stratus-Raketen ersetzen Storm Shadow
Auch im Luft-Boden-Bereich sind neue Systeme geplant. Vorgesehen sind die sogenannten Stratus-Raketen. Hersteller ist MBDA in Frankreich. Geplant sind zwei Varianten: die Überschallrakete Stratus RS und die Unterschallrakete Stratus LO. Beide sollen die bisher eingesetzten Storm Shadow-Raketen ersetzen. Damit erweitert sich das Fähigkeitsspektrum deutlich. Unterschiedliche Geschwindigkeitsprofile erlauben flexible Einsatzoptionen. Zudem profitieren Reichweite und Präzision. Das Upgrade macht den Eurofighter zu einer noch schlagkräftigeren Mehrzweckplattform.
Internationale Produktion und langfristige Perspektive
Die Entwicklung erfolgt durch ein internationales Konsortium. Beteiligt sind Airbus, BAE Systems und Leonardo. Diese Partner tragen gemeinsam die Produktion des Kits. Laut „Defense Mirror“ soll das Upgrade schwerere Lasten schneller integrieren können. Gleichzeitig verkürzt sich die Einführungszeit neuer Waffensysteme. Ein konkreter Zeitplan wurde jedoch noch nicht veröffentlicht. Fest steht aber: Der Eurofighter soll bis in die 2060er-Jahre im Einsatz bleiben. Das Upgrade ist somit eine Investition in die Zukunft der europäischen Luftstreitkräfte.
Fazit
Mehr Wendigkeit und mehr Waffenpower: Das AMK-Upgrade macht den Eurofighter fit für kommende Jahrzehnte. Höherer Auftrieb, neue Raketen und größere Unabhängigkeit stärken Europas Luftverteidigung. Besonders die Integration moderner Waffen ohne US-Bauteile ist strategisch bedeutend. Der Eurofighter bleibt damit ein Schlüsselprojekt europäischer Sicherheitspolitik – technisch modernisiert und operativ flexibler denn je.