Bundeswehr ordert Puma-Munition für Millionen

Die Bundeswehr treibt die Modernisierung und Einsatzbereitschaft ihres wichtigsten Schützenpanzers weiter voran. Mit einem neuen Großauftrag über mehrere hundert Millionen Euro bestellt sie erneut 30mm-Munition für den Schützenpanzer Puma bei Rheinmetall. Damit wird ein bereits 2022 geschlossener Rahmenvertrag deutlich erweitert. Der Auftrag unterstreicht die strategische Bedeutung moderner Munitionsversorgung und zeigt, wie konsequent die Bundeswehr ihre mechanisierten Kräfte stärkt.

Bundeswehr ordert Puma-Munition für Millionen
Bundeswehr ordert Puma-Munition für Millionen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bundeswehr erweitert einen bestehenden Rahmenvertrag zur Lieferung von 30mm-Munition für den Puma.
  • Das neue Auftragsvolumen liegt bei mehreren hundert Millionen Euro.
  • Insgesamt sind nun Lieferungen im Wert von rund einer Milliarde Euro bis 2028 vorgesehen.
  • Bestellt werden hohe sechsstellige Stückzahlen im Kaliber 30 x 173 mm.
  • Die Munition ist speziell auf die leistungsfähige MK30-2/ABM-Kanone abgestimmt.

Warum bestellt die Bundeswehr erneut 30mm-Munition für den Schützenpanzer Puma?

Die Bundeswehr stärkt mit dem Großauftrag ihre Einsatzbereitschaft, sichert langfristige Munitionsreserven und passt die Ausstattung des Puma an aktuelle Bedrohungsszenarien an.

Erweiterung des Rahmenvertrags aus dem Jahr 2022

Bereits im Dezember 2022 hatte die Bundeswehr mit Rheinmetall einen langfristigen Rahmenvertrag geschlossen. Dieser Vertrag betrifft die Lieferung von Munition im Kaliber 30 x 173 mm für den Schützenpanzer Puma. Die Laufzeit des Abkommens ist bis 2028 angesetzt. Nun wurde der Vertrag deutlich ausgeweitet.

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Sowohl die Liefermenge als auch das finanzielle Volumen wurden erhöht. Insgesamt ist jetzt von einer hohen sechsstelligen Anzahl an Patronen die Rede. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf rund eine Milliarde Euro. Der aktuelle Abruf allein erreicht mehrere hundert Millionen Euro. Damit gehört der Auftrag zu den größten Munitionsbeschaffungen der letzten Jahre.

Finanzielle Dimension des neuen Großauftrags

Der nun gemeldete Auftragseingang hat eine erhebliche finanzielle Tragweite. Rheinmetall selbst spricht von mehreren hundert Millionen Euro. Diese Summe ergibt sich aus einem zusätzlichen Abruf innerhalb des bestehenden Vertrags.

Neben der bereits vereinbarten hohen sechsstelligen Stückzahl wurde eine weitere mittlere sechsstellige Menge beauftragt. Für die Bundeswehr bedeutet dies Planungssicherheit. Für Rheinmetall ist es ein bedeutender industrieller Erfolg. Die Größenordnung zeigt, wie wichtig Munitionsvorräte im aktuellen sicherheitspolitischen Umfeld geworden sind. Gleichzeitig stärkt der Auftrag den deutschen Rüstungsstandort nachhaltig.

Bedeutung für die Einsatzbereitschaft des Schützenpanzer Puma

Der Schützenpanzer Puma ist eines der modernsten Gefechtsfahrzeuge der Bundeswehr. Seine Leistungsfähigkeit hängt stark von der verfügbaren Munition ab. Moderne Sensorik und Feuerleitsysteme entfalten nur dann ihre Wirkung, wenn ausreichend Munition vorhanden ist.

Durch den Großauftrag wird die Durchhaltefähigkeit der Truppe deutlich erhöht. Ausbildungs- und Einsatzbedarfe können parallel abgedeckt werden. Auch die NATO-Verpflichtungen Deutschlands profitieren davon. Der Puma bleibt damit ein zentraler Baustein der mechanisierten Infanterie.

Technische Rolle der 30mm-Maschinenkanone MK30-2/ABM

Der Puma ist mit der leistungsstarken MK30-2/ABM von Rheinmetall ausgestattet. Diese Maschinenkanone kombiniert hohe Kadenz mit moderner Munitionsprogrammierung. Sie erreicht eine effektive Reichweite von über 2.000 Metern.

Laut Hersteller ist sie gegen Land-, Luft- und sogar Seeziele wirksam. Die Airburst-Funktion ermöglicht eine Detonation der Munition in der Luft. Dadurch lassen sich auch verdeckte oder bewegliche Ziele bekämpfen. Die neue Munitionsbestellung ist exakt auf diese Fähigkeiten abgestimmt. Das erhöht die taktische Flexibilität im Gefecht.

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Gelieferte Munitionsarten im Überblick

Rheinmetall liefert für den Puma zwei zentrale Gefechtsmunitionstypen. Beide werden im Kaliber 30 x 173 mm produziert. Sie sind nach aktuellen militärischen Standards entwickelt und qualifiziert. Besonders die programmierbare Munition erweitert das Einsatzspektrum des Fahrzeugs erheblich.

Munitionsart Bezeichnung Haupteinsatz
KE-TF DM21 Flächenziele, weiche und halbhart gepanzerte Ziele, Drohnen
KE DM33 Kinetische Wirkung gegen punktuelle Ziele

Die KE-TF DM21 nutzt einen Zeitzünder. Dadurch kann sie über oder vor dem Ziel detonieren. Das ist besonders effektiv gegen Drohnen oder Infanterie in Deckung.

Zusammenhang mit der Erweiterung der Puma-Flotte

Parallel zur Munitionsbeschaffung baut die Bundeswehr auch ihre Fahrzeugflotte aus. Erst kürzlich wurden Rheinmetall und KNDS Deutschland mit der Lieferung von 200 zusätzlichen Puma-Schützenpanzern beauftragt. Mehr Fahrzeuge bedeuten automatisch einen höheren Munitionsbedarf.

Die aktuelle Bestellung ist daher Teil eines größeren Gesamtplans. Ziel ist eine voll ausgestattete, einsatzbereite und moderne Truppe. Munition, Fahrzeuge und Ausbildung greifen dabei ineinander. Die Bestellung zeigt, dass die Bundeswehr diesen Ansatz konsequent verfolgt.

Fazit

Mit der Bestellung von 30mm-Munition für mehrere hundert Millionen Euro setzt die Bundeswehr ein klares Zeichen. Sie investiert gezielt in Einsatzbereitschaft, Durchhaltefähigkeit und moderne Gefechtstechnik. Der erweiterte Vertrag mit Rheinmetall stärkt nicht nur den Schützenpanzer Puma, sondern auch die industrielle Basis. In Kombination mit neuen Fahrzeugen entsteht ein schlagkräftiges Gesamtsystem. Für Deutschlands Landes- und Bündnisverteidigung ist das ein entscheidender Schritt nach vorn.

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