Russlands Superwaffen: 5 Teure Fehlschläge

Russlands militärische Superwaffen werden seit Jahren als technologische Durchbrüche inszeniert. In der Realität zeigen sich jedoch massive Probleme. Produktionsverzögerungen, fehlende Elektronik, hohe Kosten und kaum Kampfeinsätze prägen das Bild. Das YouTube-Video „5 russische Superwaffen, die total versagt haben“ von Die Militär-Show analysiert genau diese Diskrepanz. Anhand konkreter Waffensysteme wird deutlich, warum Ankündigungen und Wirklichkeit auseinanderklaffen. Gleichzeitig werden ukrainische Erfolge gegenübergestellt, die zeigen, wie Innovation, Pragmatismus und Drohnentechnologie vermeintliche Hightech-Projekte aushebeln.

Russlands Superwaffen: 5 Teure Fehlschläge
Russlands Superwaffen: 5 Teure Fehlschläge

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele russische Superwaffen existieren vor allem auf dem Papier oder als Prototyp
  • Hohe Kosten und Sanktionen verhindern Serienproduktion und Einsatz
  • Moderne Konzepte scheitern an veralteter Technik und fehlender Elektronik
  • In der Ukraine kommen diese Systeme kaum oder gar nicht zum Einsatz
  • Ukrainische Drohnen und Raketen erzielen real messbare Erfolge

Warum gelten russische Superwaffen als gescheitert?

Weil viele Systeme trotz großer Ankündigungen nicht serienreif sind, zu teuer bleiben oder sich im Krieg als anfällig und unpraktisch erweisen.

T-14 Armata: Symbol für Anspruch und Realität

Der T-14 Armata wurde 2015 bei der Moskauer Siegesparade als revolutionärer Kampfpanzer präsentiert. Ein unbemannter Turm, moderne Sensorik und ein aktives Schutzsystem sollten ihn unbesiegbar machen. Geplant waren bis zu 2300 Fahrzeuge, doch diese Zahl blieb reine Propaganda. Produktionsprobleme, fehlende Mittel und technische Schwächen verzögerten das Programm massiv. Erst 2024 wurde der Panzer offiziell in Dienst gestellt. Für den Einsatz in der Ukraine ist er jedoch zu teuer und zu riskant. Stattdessen werden bewährte T-72- und T-90-Modelle mit einzelnen Armata-Komponenten aufgerüstet.

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Su-75 Checkmate: Marketing ohne Erstflug

Mit der Su-75 Checkmate wollte Russland einen günstigen Gegenspieler zur F-35 präsentieren. Das Flugzeug wurde 2021 spektakulär enthüllt und aggressiv vermarktet. Versprochen wurden Tarnkappentechnik, hohe Waffenlast und Exportchancen. Bis heute hat jedoch kein Erstflug stattgefunden. Sanktionen blockieren Avionik und Elektronik. Der Prototyp steht weiterhin für Bodentests in der Fabrik. Ohne moderne Sensoren und ohne funktionierende Luftaufklärung bleibt das Projekt weit hinter den Versprechen zurück.

BMPT Terminator: Konzept ohne Durchbruch

Der BMPT Terminator sollte Panzerverbände vor Infanterie und Drohnen schützen. Das Fahrzeug basiert auf dem T-72-Fahrgestell und ist schwer bewaffnet. In der Praxis zeigte sich jedoch eine andere Realität. Beim ersten Einsatz 2022 in der Ostukraine zog sich der Terminator nach Artilleriebeschuss zurück. Die Turmpanzerung gilt als anfällig gegen Drohnen. Mehrere Verluste sind dokumentiert. Mit nur rund 33 gebauten Einheiten bleibt der Terminator ein Nischenprodukt ohne entscheidenden Einfluss.

Projekt 22160: Patrouillenschiffe ohne Fähigkeiten

Das Project 22160 sollte modulare Marineeinsätze ermöglichen. Geplant waren U-Boot-Jagd, Luftabwehr und flexible Missionen. In Wirklichkeit verfügen die Schiffe nur über eine leichte Bewaffnung. Die vorgesehenen Module wurden nie realisiert. Zudem gelten die Schiffe als seetüchtig eingeschränkt. 2024 wurde das Schiff „Sergei Kotov“ durch ukrainische Seedrohnen zerstört. Russische Militärexperten bezeichnen Projekt 22160 heute als eines der größten Marine-Fehlprojekte.

Tupolev PAK DA: Der Bomber, der nie kommt

Der Tupolev PAK DA wird seit den 1990er-Jahren angekündigt. Geplant ist ein Tarnkappenbomber mit großer Reichweite und hoher Nutzlast. Trotz jahrzehntelanger Entwicklung gibt es keine flugfähigen Prototypen. Sanktionen verhindern den Zugang zu moderner Elektronik. Fabriken wie Kasan produzieren weiterhin modernisierte Tu-95. Der PAK DA bleibt ein Zukunftsversprechen ohne greifbare Ergebnisse.

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Ukrainische Erfolge setzen den Kontrast

Während russische Superwaffen stagnieren, erzielt die Ukraine messbare Erfolge. Systeme wie die Magura V5 oder die Neptune-Raketen zerstören hochpreisige Ziele effektiv. Günstige Drohnen neutralisieren teure Plattformen. Innovation erfolgt dezentral und schnell. Genau dieser Kontrast macht die Schwächen russischer Prestigeprojekte sichtbar. Technik zählt nur, wenn sie einsatzfähig ist.

 

Fazit

Russlands militärische Superwaffen zeigen ein klares Muster: große Versprechen, geringe Wirkung. Produktionsprobleme, Sanktionen und fehlende Praxistauglichkeit verhindern den Einsatz. Gleichzeitig beweist die Ukraine, dass flexible Technologien und schnelle Anpassung entscheidend sind. Der Krieg entlarvt Marketing als Mythos und Einsatzfähigkeit als Realität. Genau darin liegt die eigentliche Lehre dieser gescheiterten Projekte.

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