Geheime Waffenhilfe: UK & Ukraine 2025

Eine bisher weitgehend geheim gehaltene Waffenlieferung des Vereinigten Königreichs an die Ukraine ist durch eine Anfrage nach dem britischen Informationsfreiheitsgesetz (Freedom of Information Act) öffentlich geworden. Die nun bestätigten Details verändern das Bild der britischen Unterstützung grundlegend. Denn erstmals wurde offiziell offengelegt, dass London nahezu seine gesamte verbliebene Artillerieflotte an die Ukraine abgegeben hat. Besonders brisant ist die Lieferung von fast 100 AS90-Panzerhaubitzen, die zuvor nur in deutlich geringerer Stückzahl bekannt waren. Die Enthüllung zeigt, wie weitreichend und strategisch relevant diese Hilfe tatsächlich ist.

Geheime Waffenhilfe: UK & Ukraine 2025
Geheime Waffenhilfe: UK & Ukraine 2025

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Vereinigte Königreich lieferte 99 AS90-Panzerhaubitzen an die Ukraine
  • Damit wurde die komplette verbliebene AS90-Flotte der britischen Armee abgegeben
  • Zusätzlich stehen 37 stillgelegte AS90 als Ersatzteilspender bereit
  • Weitere Waffenlieferungen umfassen M109, L119, CVR(T) und Storm Shadow
  • Die Enthüllung erfolgte durch eine FOIA-Anfrage eines britischen Bürgers

Was wurde durch die FOIA-Anfrage zur britischen Waffenhilfe aufgedeckt?

Durch die Anfrage wurde bekannt, dass Großbritannien fast seine gesamte Artillerie, darunter 99 AS90-Haubitzen, vollständig an die Ukraine geliefert hat.

Überblick über die aufgedeckten Waffenlieferungen

Waffensystem Bestätigte Stückzahl Status
AS90 Panzerhaubitze 99 aktiv + 37 stillgelegt Geliefert / Ersatzteile
M109 Panzerhaubitze 28 Vollständig geliefert
L119 Leichtgeschütz 54 Vollständig geliefert
CVR(T) Aufklärungsfahrzeuge 168 Vollständig geliefert
Storm Shadow Marschflugkörper Nicht beziffert Neu geliefert
Lesen Sie auch:  Europas NATO-Signal aus Grönland

Geheime AS90-Lieferung: Das ganze Ausmaß

Die FOIA-Anfrage bestätigte, dass 99 AS90-Panzerhaubitzen an die Ukraine übergeben wurden. Diese Zahl entspricht der gesamten verbliebenen aktiven Flotte der britischen Armee. Zuvor war öffentlich nur von etwa 32 Systemen die Rede. Die Diskrepanz zeigt, wie zurückhaltend die Kommunikation über diese Lieferung war. Für Großbritannien bedeutet dies einen tiefen Einschnitt in die eigene Artilleriekapazität. Gleichzeitig unterstreicht es den politischen Willen, die Ukraine maximal zu unterstützen. Die Offenlegung sorgt deshalb auch innenpolitisch für Diskussionen.

Stillgelegte AS90 als strategische Reserve

Neben den einsatzfähigen Systemen existieren weitere 37 AS90-Haubitzen. Diese waren bereits außer Dienst gestellt und für Verschrottung vorgesehen. Laut den offengelegten Informationen können sie nun als Ersatzteilspender dienen. Für die Ukraine ist das von enormem Wert. Ersatzteile sichern die langfristige Einsatzfähigkeit. Gerade im intensiven Artilleriekrieg ist Wartung entscheidend. Damit steigt die Nachhaltigkeit der gelieferten Systeme deutlich.

Technische Stärken der AS90-Panzerhaubitze

Die AS90 ist eine schwere, gepanzerte 155-mm-Selbstfahrlafette. Sie wurde in den 1990er-Jahren eingeführt. Einsätze im Irak und auf dem Balkan belegen ihre Zuverlässigkeit. Besonders wichtig ist ihre hohe Mobilität. Das sogenannte „Shoot and Scoot“-Prinzip erlaubt schnelles Feuern und sofortigen Stellungswechsel. Dadurch sinkt die Verwundbarkeit durch Gegenfeuer erheblich. Ein weiterer Vorteil ist der MRSI-Modus, bei dem mehrere Granaten gleichzeitig im Ziel einschlagen.

Bedeutung für die ukrainische Artillerie

Die Lieferung verschafft der Ukraine einen qualitativen Vorteil. Russland verfügt zwar über große Artilleriemengen, diese sind jedoch oft technisch veraltet. Die AS90 arbeitet mit NATO-Standardmunition. Das erleichtert die Logistik erheblich. Zudem ist die Präzision höher als bei vielen sowjetischen Systemen. Die Überlebensfähigkeit der Besatzungen steigt. Insgesamt erhöht sich die Effektivität ukrainischer Gegenbatterieeinsätze deutlich. Das beeinflusst den Frontverlauf spürbar.

Lesen Sie auch:  Türkei bekommt 44 Eurofighter

Weitere bestätigte Waffenlieferungen im Detail

Die FOIA-Anfrage bestätigte auch andere Lieferungen vollständig. Alle 28 zugesagten M109-Panzerhaubitzen wurden übergeben. Ebenso alle 54 L119-Leichtgeschütze. Hinzu kommen 168 CVR(T)-Aufklärungsfahrzeuge. Diese verbessern Aufklärung und Mobilität. Besonders sensibel ist die Bestätigung neuer Storm-Shadow-Lieferungen. Diese Marschflugkörper ermöglichen präzise Angriffe weit hinter der Front. Damit erweitert sich das operative Spektrum der Ukraine erheblich.

Politische und strategische Tragweite der Enthüllung

Die Offenlegung verändert die Bewertung der britischen Rolle im Krieg. Großbritannien hat mehr geliefert als viele Partner vermuteten. Die Geheimhaltung diente offenbar strategischen Gründen. Gleichzeitig zeigt die FOIA-Enthüllung die Macht transparenter Kontrolle. Ein einzelner Bürger konnte diese Informationen ans Licht bringen. Für die internationale Debatte ist das von großer Bedeutung. Es wirft Fragen nach Transparenz, Sicherheit und politischer Verantwortung auf.

Fazit

Die durch das Informationsfreiheitsgesetz aufgedeckte Waffenlieferung zeigt das wahre Ausmaß der britischen Unterstützung für die Ukraine. Mit der Übergabe nahezu aller AS90-Haubitzen, zusätzlicher Ersatzsysteme und moderner Marschflugkörper hat London ein deutliches strategisches Signal gesendet. Die Enthüllung verändert nicht nur die militärische Lage, sondern auch die politische Bewertung westlicher Hilfe. Kaum eine andere europäische Nation ging bislang so weit – und das fast unbemerkt.

Klicke, um diesen Beitrag zu bewerten!
[Gesamt: 2 Durchschnitt: 5]

Mehr anzeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"